Die Mallorquiner

Großzügig, aber reserviert

Sicherlich lassen sich nicht alle Bewohner Mallorca über einen Kamm scheren. Und so gibt es ihn nicht: den einen Mallorquiner. Zumal man nicht vergessen darf, dass rund 20% der insgesamt 900.000 Einwohner der Insel Ausländer sind, die beispielsweise aus Deutschland, Italien, Groß-Britannien oder Marokko stammen.

Überhaupt haben die wechselnden Besatzer in der Geschichte Mallorcas Spuren hinterlassen. Nicht nur baulich und architektonisch. Auch, was die menschliche Seite hinsichtlich der Mentalität angeht.  So verbindet die Mallorquiner vor allem die Liebe zur Insel und auch einen damit verbundenen Stolz. Man unterscheidet für sich schon zwischen Insulanern und den Menschen vom Festland. Trotzdem ist man Fremden gegenüber relativ aufgeschlossen und auf seine Art großzügig. Eine gewisse Reserviertheit und Zurückhaltung sind aber dennoch zu spüren. Man braucht Zeit, um jemanden Neues in seine Kreise aufzunehmen. Und bis dahin wahrt man eine gewisse Distanz. Aber ist man einmal akzeptiert, dann hat dies auch Bestand und ist alles andere als oberflächlich.

Trotz oder gerade wegen des Massentourismus legen Mallorquiner großen Wert auch auf ihre Tradition. Dazu gehört der hohe Stellenwert der Familie, meist über mehrere Generationen hinweg. Aber auch die alten Sitten und Gebräuche, die sich oftmals bei kulturellen und religiösen Anlässen sowie traditionellen Veranstaltungen und Feiern wiederfinden lassen.

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