Mallorcas Geschichte

Mallorca im Wandel der Jahrhunderte

Die Geschichte Mallorcas ist eine Geschichte wechselnder Belagerungen und Besatzer. Dies hat die Insel bis zum heutigen Tag geprägt. Überall sind Zeugnisse vergangener Tage zu finden, haben die unterschiedlichsten Herrscher ihre Spuren hinterlassen.

Die ersten Bewohner auf der Insel scheint es bereits mehr als 7.000 Jahre vor Christus gegeben zu haben. Erste Siedlungen entstanden wahrscheinlich aber erst rund 4.000 Jahre später, bevor so etwa ab ca. 2.000 v. Chr. Eroberer aus dem östlichen Mittelmeer auf der Insel landeten und dort sesshaft wurden. Es dauerte viele Jahre bis schließlich die Römer ca. 120 v. Chr. die Balearen und auch Mallorca für sich entdeckten. Sie gaben der Insel übrigens auch ihren Namen, der sich aus dem römischen „Balearis Major“ ableiten ableiten lässt.

Mit den Römern kam auch ein gewisser Wohlstand nach Mallorca. Imposante Bauwerke entstanden wie etwa der Hafen von Puerto Soller, das Aquädukt von Pollenca oder die Römerstadt bei Alcudia. Gleichzeitig wurde der Landbau mit Oliven und Wein vorangetrieben und das weiße Gold Salz abgebaut.

Eine zweite prägende Epoche stellt die Besetzung Mallorcas durch die Mauren dar, die die Insel als Brücke von Nordafrika nach Europa sehen. Mallorca wird infolgedessen zum Emirat, bevor es Anfang des 13. Jahrhunderts unter König Jaume I wieder in christliche Hände fällt und im Jahre 1469 dem spanischen Königreich zugesprochen wird.

Danach wird es historisch gesehen etwas ruhiger um die Insel. Mallorca lebt und gedeiht dank seiner Landwirtschaft und dank des Handels mit dem Festland und Frankreich. Erste Vorläufer des Tourismus entstehen im 19. Jahrhundert. So entdeckt der Komponist Frédéric Chopin die Insel genauso für sich wie seine Geliebte, die französische Schriftstellerin George Sand.   

Die erste Eisenbahnstrecke zwischen Inca und Palma nimmt 1875 ihren Betrieb auf und wird ständig erweitert. Und anderem durch den Roten Blitz, der auch „Orange-Express“ genannt wird und ab 1912 (ab 1929 auch elektrisch betrieben) bis heute zwischen der Inselhauptstadt nach Puerto Soller pendelt.

Anfang des 20. Jahrhunderts wird der berühmte Architekt Antoni Gaudi damit beauftragt, Teile der Kathedrale von Palma umzubauen. Und ab dem Jahre 1945 lässt sich der international bekannte Maler Joan Miró auf Mallorca nieder, wo er 1983 auch starb.

Mit dem Bau des ersten Flughafens Son Binet im Jahre 1956 wird der erste wirkliche Grundstein für den späteren Massentourismus gelegt. Es folgen erste Hotelanlagen und ein wachsendes Interesse Urlaubshungriger an der Baleareninsel.

Im Jahre 1983 erlangt Mallorca schließlich Autonomiestatus und katalanisch wird als offizielle Amtssprache etabliert.

Im Laufe der Jahre wird Mallorca immer mehr zur Tourismushochburg, was auch die täglichen Passagierzahlen des 1997 fertiggestellten Großflughafens Son Sant Joan bis heute eindrucksvoll belegen.  

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